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Die künstlerische Praxis von Nina Canell zielt nicht auf das fertige Kunstwerk. Es geht ihr um Prozesse, Synergien und Verflechtungen. Die Ausstellung „Tectonic Tender“ thematisiert die Schnittstellen zwischen Mineralien, Tieren, Energien und Technologien und reflektiert die Auseinandersetzung der Küstlerin mit Zeit und Zirkulation als grundlegende bildhauerische Mittel.











 




































Nina Canell, Tectonic Tender

Berlinische galerie, Berlin (Deutschland)

30.04 - 22.08.2022


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Canell hat mit „uscle Memory“eine begehbare Installation konzipiert, die sich mit der Lebendigkeit des Materials Kalzit auseinandersetzt. Die Videoarbeit „nergy Budget“ entstanden in Zusammenarbeit mit ihrem langjärigen Kooperationspartner Robin Watkins, beschätigt sich mit der Zirkulation von Energie, ein zentrales Thema in Canells küstlerischer Praxis. Die Ausstellung zeigt darüer hinaus mehrere skulpturale Arbeiten, darunter auch Fragmente von Untersee-Strom- und Fernmeldekabeln.

In der Installation „Muscle Memory“entsteht beim Beschreiten von sieben Tonnen Muschelschalen ein eindrückliches Erlebnis. Sie werden im Laufe der Zeit buchstäblich unter unserem Körpergewicht zermahlen. Aus geschredderten Muscheln gewonnener Kalzit ist ein wesentlicher Bestandteil von Beton und damit Rohstoff für einen Großteil der Räume, die uns umgeben. Canells multisensorische Skulptur lädt dazu ein, über die unzähligen zerbrochenen Körper nachzudenken, die uns in Form von gebauter Materie täglich umgeben.


Das Video „Energy Budget“spielt an zwei unterschiedlichen Orten. Zum einen zeigt es eine Leopardenschnecke, die sich langsam über ein elektrisches Schaltgehäuse bewegt. Die gleitenden Muskelbewegungen der Schnecke wirken wie eine Komponente des technischen Systems, indem sie auf die stillgelegten Schaltkreise der elektronischen Felder reagieren. Die Nahaufnahmen der Schnecke werden über eine raumgreifende LED-Wand übertragen. Die zweite Filmsequenz zeigt von oben aufgenommene portalähnliche Öffnungen in den gewaltigen Bauten am Telegraph Bay in Hongkong. Diese, als „dragon holes”bezeichneten Durchlässe in der Architektur sollen von den Bergen herab kommenden Drachen ermöglichen, durch die dicht stehenden Wohnblöcke hindurch zu fliegen, um zu trinken und im Meer zu baden. Die Kamera konzentriert sich auf die scheinbare Leere als Verweis auf den Weg des Drachens, und entfernt sich mit einer druckluftgesteuerten Linse immer weiter von ihr weg.


Nina Canell wurde 1979 in Växjö (Schweden) geboren, studierte in Dublin und lebt heute in Berlin.

Ausgewählte Einzelausstellungen: S.M.A.K, Gent; The Artist‘ Institute, New York (mit Milford Graves); Moderna Museet, Stockholm; Arko Art Center, Soul; Camden Arts Centre, London; Hamburger Bahnhof Berlin (mit Rolf Julius) und Fridericianum, Kassel. Canell hat an mehreren internationalen Kunstbiennalen in Venedig, Sydney, Lyon, Gwangju, Cuenca und Liverpool, der Manifesta sowie an großen Ausstellungen im MoMA, New York; Palais de Tokyo, Paris; Museo Tamayo, Mexiko-Stadt und Guggenheim, Bilbao teilgenommen.

 

Nina Canell, "Muscle Memory (7 Tonnes)", Hardscaping material from marine molluscs, Dimensions variable, 2022


© Photograph by Robin Watkins




Ausstellung 30.April - 22.August 2022 . Berlinische Galerie, Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur, Alte Jakobstraße 124-128 - 10969 Berlin (Deutschland). Öffnungszeiten : Mi – Mo 10 – 18 Uhr. Dienstags geschlossen























 





 



























 





 











Nina Canell, Tectonic Tender, Berlinische galerie, Berlin, Deutschland

© ArtCatalyse International / Marika Prévosto 2022. Alle Rechte vorbehalten

Nina Canell, "Muscle Memory (7 Tonnes)", Hardscaping material from marine molluscs, Dimensions variable, 2022